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Ein Anfang...

Heute ist der 30 Oktober, ein Donnerstag, und morgen ist Halloween. Da ich mit diesem Fest aber so ziemlich gar nichts anfangen kann und deshalb auch nichts für eine Party o.ä. vorbereiten muss, ist mir langweilig. Diese Langeweile gepaart mit einer halben Schmerztablette - fragt nicht - verursachte das intensive Gefühl, etwas sinnloses anfangen zu wollen. Joa, und da haben wir es, ein neuer Blog entsteht. Uninteressant? Jep, bis dato auf jeden Fall, aber man weiß ja, alles Große musste erst einmal ganz klein anfangen. Keine Ahnung warum, aber is-so. Deswegen freu ich mich erst mal über meinen kleinen süßen Blog und werde zusehen, dass ich ihn regelmäßig gieße, vielleicht wächst er ja dann noch Auf das Fensterbrett stellen, damit er mehr Sonne abbekommt, lohnt sich ja leider nicht mehr, da es hier schon ziemlich dämmrig ist. Aber egal, vielleicht klappts ja auch ohne Sonne.

Que sera, sera...

30.10.08 17:03


Vergessen sie Heizkissen...

...schaffen sie sich eine Katze an. Kein Witz.

Ich habe gerade meine süße Tigerin auf dem Schoß und ehrlich, gegen eine schnurrende, warme, flauschige Katze, hat jedes schnöde Heizkissen von vornherein verloren.

Gut, es gilt bei Katzen natürlich noch einige Dinge zu beachten, welche man bei einem Kissen vermutlich getrost übersehen könnte. Das man heiße, milchhaltige Getränke außerhalb der Pfotenreichweite aufstellt zum Beispiel. Außer man will seine Schreibtischunterlage kreativ verzieren, aber das ist ein anderes Thema.

Und wo ein Kissen lässig zwischen Beinen und Tischunterkannte eingeklemmt werden kann, ohne das es zur geringsten Klage kommt, muss man bei so einer lebendigen Heizung auf ausreichend Abstand zwischen Gliedmaßen und Mobiliar achten.

Noch ein Minus sind die Katzenhaare, welche unweigerlich auf der Kleidung, auf dem Schreibtisch, auf dem Lapptop, ja, wenn es sein muss auch auf Wasserflaschen haften. Wenn sie sich also in Abendrobe an den PC setzen und noch etwas vor haben... nehmen sie doch lieber das Kissen.

Trotzdem ist die Katze in der Regel die bessere Wahl. Warum? Um aus dem Buch von Ralf Schmitz zu zitieren (Schmitz Katze - lesen sie es nicht wenn sie gerade eine ZahnOP hinter sich haben und nicht lachen dürfen) Katzen sind einfach da. Sie schnurren, hauen ihnen ihre Krallen in die Beine, schielen zu ihrem Entspannungsgetränk und verteilen ihre Haare auf alles (un-)mögliche. Und sind einfach nur da.

Dagegen hat kein Kissen der Welt eine Chance. 

Hunde gehen übrigends nicht. Sie sind zu groß (Ausnahmen bestätigen die Regel) und sie schnurren nicht (hier sind mir keine Ausnahmen bekannt).

Falls sie dies nun denken, nein, ich bin keine Katzenliebhaberin. Ich bin nur Katzenbesitzerin. Oder um nochmal Ralf Schmitz zu bemühen: Bei mir wohnt eine Katze, ich bin ihr Personal ( - und sie manchmal mein Heizkissen).

30.10.08 20:45


Der 31. Oktober - Halloween

Allerdings ist Halloween ein Importprodukt aus Amerika und in Europa noch recht neu. Lange bevor Diskounter Kinder-Gruselkostüme für 5 Euro 99 Cent angeboten haben, feierten die Protestanten am 31. Oktober den Reformationstag, an dem Luther seine 95 Thesen veröffentlicht haben soll. Damit hat er – angeblich, denn so genau weiß man es heute nicht mehr – die Religionsrevolution eingeleitet.

Noch viel älter ist das keltische Samhain, das Fest zum Ende des Sommers, welches den Beginn der ‚dunklen Jahreszeit‘ einläutet.

Seit ich die Avalon Reihe von Marion Zimmer-Breadley gelesen habe, mit ihren bildhaften Beschreibungen von Beltane, faszinieren mich diese keltischen Feste. Die Vorstellung von prasselnden Feuern, tanzenden Priesterinnen und uralten Ritualen hat etwas Mystisches – das mich, als Fantasyliebhaber, natürlich sofort fesselte. Samhain also, war das Fest der Toten. An diesem Tag – oder besser gesagt in der Nacht, schließlich lieben Geister das Dunkle und es ist viel dramatischer – kehren die Verstorbenen in die Welt der Lebenden zurück um ihre Verwandten zu besuchen. Diese wiederum stellten Lichter auf, um den Ahnen den richtigen Weg zu weisen.

- Heute ist es wohl so, dass man eher die Lichter löscht, um nicht von Zombies, Gespenstern und Hexen heimgesucht zu werden – Während manche, die sich mit diesem Brauch auseinandergesetzt haben, behaupten, die Ahnen wurden gern willkommen geheißen, sind andere der Ansicht, dass man seit jeher der Überzeugung war, die Geister brächten Unheil mit sich.

Deshalb hat man sich verkleidet, um den unliebsamen Besuch zu vertreiben oder auch nur, um sich hinter einer Maske zu verstecken.

Womit wir wieder bei Halloween wären. Mit dem Geister-verschrecken lässt sich das Verkleiden natürlich hübsch erklären. Und das die Kinder, welche so fleißig das Unheil abwehren, eine Belohnung, in Form von Süßigkeiten, erhalten, ist irgendwie auch nachvollziehbar.

Trotzdem halte ich Halloween, in der Form, in welcher es heute praktiziert wird, für ein reines Produkt der Süßigkeiten- und Textilindustrie, sowie aller anderen Geschäftssparten, die jedes Jahr Millionen damit verdienen, mit Geisterfruchtgummi, Plastikhexenhüten und aufblasbaren Kürbissen, garantiert selbstleuchtend.

Das hat für mich nichts mehr mit Tradition und Brauchtum zu tun.

 

31.10.08 16:56





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